Warum damit anfangen?

Hockey-Emotionen

 

Mein Lieblingssport

Rasante Spiele, rauschende Feste


Zum Jahreswechsel veröffentlichte die FAZ acht Beiträge, in denen die Autoren ihre Leidenschaft für ihren Sport erklärten. Am 29. Dezember 2007 erschien dieser Artikel von FAZ-Volontär Alex Westhoff, der ebenso emotional wie anschaulich sein Faible für den Hockeysport beschreibt. Wir danken dem Autor für die Erlaubnis, den Beitrag hier zeigen zu dürfen.


Von Alex Westhoff 
 

Philipp war genauso alt wie ich: fünf. Er entschied sich damals für Fußball. Das reichte schon aus, um unsere Sandkastenkumpanei zerbrechen zu lassen. Ich ging nämlich zum Hockey. Das ist mehr als einfach nur Fußball, sagten die Hockeyspieler damals schon. Na ja, wir wissen ja, wie das in dem Alter läuft: Befreundete Eltern, die erst durch die Freundschaft der Söhne Freunde wurden, steckten erst die Köpfe zusammen und dann die Kinder in einen Sportverein. Hockey!

Es gab zwar damals keinen einleuchtenden Grund für die Wahl, aber bis heute gibt es zig Gründe dafür, dass es eine gute war. Es war wohl die beste Entscheidung meiner Eltern in dieser Lebensphase - neben dem tätigen Erbarmen, meinen Pony endlich so zu stutzen, dass ich wieder was sehen konnte.
Hockey ist schnell, rasant, technisch anspruchsvoll. Hockey kann nicht jeder. Es dauert, bis man Körper und Schläger so bewegen kann, dass sich irgendwann auch der Ball so bewegt, wie man will. Hockey lehrt Disziplin - und dass man seinen Ärger manchmal besser runterschluckt. Wer den Schiri anpöbelt, holt sich ruck, zuck eine Zeitstrafe ab. Es gibt kaum einen Sport, den Jungs und Mädchen so selbstverständlich unter einem Vereinsdach gemeinsam betreiben können. Hockey geht immer: Von den "Minis" bis zum Elternhockey. Einmal Hockey, immer Hockey.

Wo es die rauschendsten Feste gibt? Seit jeher beim Hockey. Ein Beispiel: Das ZDF sendete während Olympia 2000 von einem Boot im Hafen von Sydney - die Live-Übertragung lief noch, im Hintergrund wurde aber schon über die Tanzfläche gerockt. Von den Hockey-Nationalspielern. Die erfolgreichste deutsche olympische Ballsportart ist es sowieso.

Ach, ihr seid das, die in gebückter Haltung mit so einem Krummstock in der Hand über den Kunstrasen rennen? Ja, sind wir. Und das macht Spaß, ein bisschen süchtig - und fit. Ist dieser harte Ball denn nicht gefährlich? Für Schienbeinschonervergesser ist Hockey nichts. Aber gefährlich? Solange man sich bei Strafecken nicht unnötig oft dem Schützen als Erster entgegenwirft oder den Job auf der Torlinie hat, eigentlich nicht.

Philipp habe ich später noch ein paar Mal gesehen. Er war ein böser Junge, reizbar, schnell mit den Fäusten bei der Sache, und geraucht hat er auch früh.

Das Mannschaftsspiel

Gemeinsam für ein Ziel einsetzen, sich in die Mannschaft eingliedern, dabei seine Persönlichkeit einbringen, gemeinsam auch den Erfolg erleben und feiern, in Niederlagen zusammenhalten

Das Fair-Play-Spiel

Hockey ist ein ungefährliches Spiel. Die Spieler werden durch das Regelwerk geschützt und von klein auf zu sportlichem Umgang mit Sportgerät und Achtung des gegnerischen Teams erzogen

Das Technikspiel

Technik entscheidet: Geschicklichkeit im Umgang mit Stock und Ball sind gefragt, die vielseitige sportliche Ausbildung und Kreativität wird gefördert, Koordination verbessert


Diesen und viele weitere interessante Beiträge zur Sportart Hockey findet Ihr auf hockey.de .

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