Faszination Hockey

‚Ach, ihr seid das, die in gebückter Haltung mit so einem Krummstock in der Hand über das Spielfeld rennen?‘

„Ja, sind wir. Und das macht Spaß, ein bisschen süchtig – und fit.“

- Alex Westhoff -

Fairness, Regeln und Zusammenhalt

Was die Faszination des Hockeysports ausmacht – darüber wird man von jedem aktiven Hockeyspieler sicherlich eine ganz individuelle Einschätzung bekommen. Es gibt Eigenschaften, die dieser Sportart mehr als anderen zugeordnet werden und die man in Antworten auf die Frage nach der Faszination häufig hört. Dazu gehören Dynamik, Technik, koordinativer Anspruch ebenso wie Fairness und Teamgeist.Gemeinsam mit anderen über das Spielfeld laufen, Toren und Punkten hinterherjagen, zusammen siegen. Das ist eine mitreißende Art, Sport zu treiben.

Nicht umsonst hat Alex Westhoff 2007 als Volontär bei der FAZ geschrieben:


Es dauert bis man Körper und Schläger so bewegen kann, dass sich auch der Ball irgendwann so bewegt, wie man will.“

- Alex Westhoff


Dass die Regeln, die in den letzten Jahren stetig modernisiert und den Ansprüchen der elektronischen Medien angepasst worden sind, vielleicht nicht beim ersten Besuch eines Hockeyspiels zu durchschauen sein mögen, darf nicht abschrecken. Durch die temporeiche Aktion von 22 Aktiven auf einem Feld, die alle einen Holz- oder Kunststoffschläger in der Hand haben und einer kleinen harten Kunststoffkugel nachjagen, muss das Regelwerk darauf ausgelegt sein, Verletzungen zu verhindern. Und das klappt im Hockey außerordentlich gut, wenn man das eher niedrige Ranking des Sports in den Verletzungsstatistiken anschaut.

Die Hockeyfamilie ist eine starke Gemeinschaft

Ob klein oder groß, weiblich oder männlich: Hockey ist ein Sport, der jedem offensteht. Am Hockey fasziniert, dass Mädchen in gleichem Maße wie Jungs schnell Zugang zu diesem Sport finden und ihn mit ebenso großer Begeisterung und Erfolg – immerhin ist es Deutschlands erfolgreichste Ballsportart und Mannschaftssportart – ausüben. Die „Hockeyfamilie“ ist erst einmal nur ein Begriff, der den starken Zusammenhalt unter Hockeyspielern nicht nur in Deutschland, sondern weltweit umschreibt. Doch immer wieder, wenn ein Mitglied dieser Hockeyfamilie durch schwere Krankheit oder ein Unglück auf Hilfe angewiesen ist, bewahrheitet es sich, dass dieser Zusammenhalt real funktioniert. Auch das gehört zur Faszination des Hockeysports, die jeder für sich selbst entdecken muss und kann.

 

Die Faszination des Hockeysports und die Gemeinschaft im Verein kann jeder für sich entdecken. Schaut einfach mal bei uns vorbei.

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Warum damit anfangen?   

Hockey-Emotionen

 

Mein Lieblingssport

Rasante Spiele, rauschende Feste


Zum Jahreswechsel veröffentlichte die FAZ acht Beiträge, in denen die Autoren ihre Leidenschaft für ihren Sport erklärten. Am 29. Dezember 2007 erschien dieser Artikel von FAZ-Volontär Alex Westhoff, der ebenso emotional wie anschaulich sein Faible für den Hockeysport beschreibt. Wir danken dem Autor für die Erlaubnis, den Beitrag hier zeigen zu dürfen.


Von Alex Westhoff 
 

Philipp war genauso alt wie ich: fünf. Er entschied sich damals für Fußball. Das reichte schon aus, um unsere Sandkastenkumpanei zerbrechen zu lassen. Ich ging nämlich zum Hockey. Das ist mehr als einfach nur Fußball, sagten die Hockeyspieler damals schon. Na ja, wir wissen ja, wie das in dem Alter läuft: Befreundete Eltern, die erst durch die Freundschaft der Söhne Freunde wurden, steckten erst die Köpfe zusammen und dann die Kinder in einen Sportverein. Hockey!

Es gab zwar damals keinen einleuchtenden Grund für die Wahl, aber bis heute gibt es zig Gründe dafür, dass es eine gute war. Es war wohl die beste Entscheidung meiner Eltern in dieser Lebensphase - neben dem tätigen Erbarmen, meinen Pony endlich so zu stutzen, dass ich wieder was sehen konnte.
Hockey ist schnell, rasant, technisch anspruchsvoll. Hockey kann nicht jeder. Es dauert, bis man Körper und Schläger so bewegen kann, dass sich irgendwann auch der Ball so bewegt, wie man will. Hockey lehrt Disziplin - und dass man seinen Ärger manchmal besser runterschluckt. Wer den Schiri anpöbelt, holt sich ruck, zuck eine Zeitstrafe ab. Es gibt kaum einen Sport, den Jungs und Mädchen so selbstverständlich unter einem Vereinsdach gemeinsam betreiben können. Hockey geht immer: Von den "Minis" bis zum Elternhockey. Einmal Hockey, immer Hockey.

Wo es die rauschendsten Feste gibt? Seit jeher beim Hockey. Ein Beispiel: Das ZDF sendete während Olympia 2000 von einem Boot im Hafen von Sydney - die Live-Übertragung lief noch, im Hintergrund wurde aber schon über die Tanzfläche gerockt. Von den Hockey-Nationalspielern. Die erfolgreichste deutsche olympische Ballsportart ist es sowieso.

Ach, ihr seid das, die in gebückter Haltung mit so einem Krummstock in der Hand über den Kunstrasen rennen? Ja, sind wir. Und das macht Spaß, ein bisschen süchtig - und fit. Ist dieser harte Ball denn nicht gefährlich? Für Schienbeinschonervergesser ist Hockey nichts. Aber gefährlich? Solange man sich bei Strafecken nicht unnötig oft dem Schützen als Erster entgegenwirft oder den Job auf der Torlinie hat, eigentlich nicht.

Philipp habe ich später noch ein paar Mal gesehen. Er war ein böser Junge, reizbar, schnell mit den Fäusten bei der Sache, und geraucht hat er auch früh.

Das Mannschaftsspiel

Gemeinsam für ein Ziel einsetzen, sich in die Mannschaft eingliedern, dabei seine Persönlichkeit einbringen, gemeinsam auch den Erfolg erleben und feiern, in Niederlagen zusammenhalten

Das Fair-Play-Spiel

Hockey ist ein ungefährliches Spiel. Die Spieler werden durch das Regelwerk geschützt und von klein auf zu sportlichem Umgang mit Sportgerät und Achtung des gegnerischen Teams erzogen

Das Technikspiel

Technik entscheidet: Geschicklichkeit im Umgang mit Stock und Ball sind gefragt, die vielseitige sportliche Ausbildung und Kreativität wird gefördert, Koordination verbessert


Diesen und viele weitere interessante Beiträge zur Sportart Hockey findet Ihr auf hockey.de .

mit freundlicher Genehmigung des SSV Vimaria Hockey

[1] Jung, R., Dufek, P. & Traut, R., 1998. Feld- und Hallenhockey: Belastung und Gefährdung des Bewegungsapparates durch Verletzungen und Sportschäden. Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 49(11+12), pp.332–339.

[2] Westhoff, A., 2007. Rasante Spiele, rauschende Feste. faz.net. Available at: http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sport/mein-lieblingssport-rasante-spiele-rauschende-feste-1491922.html [Accessed April 1, 2016].

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